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Warum wir die Sperre für doppelte IP-Adressen entfernt haben

Eine Eindeutigkeitsprüfung, die gut gemeint war und den häufigsten Fall im Rollout blockierte: den Gerätetausch. Was an ihre Stelle getreten ist — und warum ein Hinweis mehr nützt als ein Verbot.

Ursprünglich verhinderte RolloutManager doppelte Gerätenamen, MAC- und IP-Adressen innerhalb eines Projekts. Das klingt nach Datenqualität. In der Praxis blockierte es genau den Vorgang, um den es beim Rollout geht.

Der Fall, an dem es scheiterte

Ein Neugerät ersetzt ein Altgerät und übernimmt dessen Namen, Hostnamen und IP-Adresse. Das ist kein Versehen, sondern der Sinn der Sache: Druckerwarteschlangen, Scan-Ziele und Verzeichnisanbindungen sollen weiterlaufen.

Solange beide Geräte im System stehen — und das müssen sie, denn das Altgerät wird ja noch zurückgenommen — gibt es die IP zweimal. Die Sperre machte den korrekten Vorgang unmöglich und zwang zu Ausweichnamen, die anschliessend dauerhaft im Inventar standen.

Was an ihre Stelle getreten ist

Gesperrt ist heute nur noch die Geräte-ID innerhalb eines Projekts. Sie ist der Schlüssel, über den Import, Export und Gerätetausch zusammenfinden; zwei Geräte mit derselben ID wären ein echter Fehler.

Name, IP und MAC dürfen mehrfach vorkommen. Statt zu blockieren, weist die Oberfläche darauf hin:

Gerätedetails mit Hinweis unter der IP-Adresse: Auch bei 1 weiteren Gerät verwendet
Der Hinweis unter der IP-Adresse führt per Klick zu den anderen Geräten mit demselben Wert.

Ein Klick auf den Hinweis zeigt, welche Geräte denselben Wert tragen, samt Status und Verknüpfung zu ihren Details. Wer prüfen will, ob die Doppelung beabsichtigt ist, sieht es in zwei Sekunden — verboten wird ihm nichts.

Die Regel dahinter

Eine Sperre ist dann richtig, wenn der gesperrte Zustand immer falsch ist. Trifft das nicht zu, erzeugt sie Umgehungen — und Umgehungen sind schlechtere Daten als die Doppelung, die man verhindern wollte.

Für alles andere ist Sichtbarkeit das bessere Mittel: zeigen, was ungewöhnlich ist, und die Entscheidung der Person überlassen, die den Fall kennt.

Zwei Felder, die dabei dazugekommen sind

Im selben Zug haben wir die Angaben ergänzt, die beim Tausch regelmässig fehlten.

IP-Konfiguration — DHCP oder Statisch, direkt unter der IP-Adresse. Beim Gerätetausch entscheidet dieser Unterschied darüber, ob die Adresse übernommen werden muss oder ob sich das von selbst regelt. Wer beides nicht auseinanderhält, sucht am Abend nach der Ursache.

Lieferscheinnummer und Auftragsnummer — in den Vertragsdaten. Sie verbinden das Gerät mit den Papieren, nach denen später gefragt wird: bei der Rechnungsprüfung, bei der Reklamation, bei der Rückgabe an den Leasinggeber.

Beide Felder kommen im Export und im Import vor, lassen sich also aus einer Lieferantenliste einlesen, statt sie einzeln nachzutragen.